Operationen

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Foto: Dguendel, Das Marien-Hospital Erwitte, CC BY-SA 3.0
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Operation eines Bandscheibenvorfalls

Zum Glück müssen nur wenige Patienten, die unter einem Bandscheibenvorfall leiden, operiert werden. Der Körper schafft es häufig nach einiger Zeit, das Problem selbst zu beheben. Die damit verbundenen Schmerzen kann man z. B. mit Hilfe von Schmerzmitteln oder minimalinvasiven Therapieverfahren dämpfen. Nur wenn diese Maßnahmen auf Dauer versagen ist es gerechtfertigt, über eine Operation zu sprechen. Wenn allerdings plötzlich neurologische Ausfälle (z. B. Lähmungen) auftreten, sollte schnell operiert werden. Nur so besteht eine Chance, dass die Ausfallserscheinungen sich schnell und vollständig zurückbilden können.

Die Operation selbst erfolgt immer in Vollnarkose und in „mikrochirurgischer Technik“. So ist der Hautschnitt am Rücken relativ klein, und auch die darunter liegende Muskulatur wird bestmöglich geschont. Der Bandscheibenvorfall selbst wird dann mit Hilfe eines OP-Mikroskops entfernt. In der Regel können die Patienten schon am OP-Tag wieder aufstehen und nach wenigen Tagen das Krankenhaus verlassen. Eine von Patienten häufig gefürchtete „Versteifung“ (Spondylodese) der Wirbelsäule ist nur in Ausnahmefällen notwendig.

Operation einer Spinalkanalstenose (Wirbelkanalenge)

Einerseits sind plötzliche neurologische Ausfälle bei der Spinalkanalstenose deutlich seltener als beim Bandscheibenvorfall. Andererseits sind die Selbstheilungschancen bei diesem Krankheitsbild etwas geringer. Mit Hilfe von Schmerzmitteln, Krankengymnastik, Gewichtsabnahme und minimalinvasiven Therapieverfahren kann man jedoch häufig eine gewisse Besserung der Beschwerden erreichen. Ob und wann operiert werden muss, entscheidet häufig der individuelle Leidensdruck des Patienten und dessen subjektiv empfundene Einschränkung seiner Lebensqualität.

Auch diese Operation erfolgt in Vollnarkose und in „mikrochirurgischer Technik“ (s.o.). Je nach Ausdehnung der Spinalkanalstenose ist die Wunde jedoch ggf. etwas größer. Auch eine gleichzeitige „Versteifung“ (Spondylodese) des betroffenen Wirbelsäulenabschnitts kann in einigen ausgewählten Fällen notwendig sein.

Besonderheiten an der Halswirbelsäule

An der Halswirbelsäule gelten prinzipiell die gleichen Regeln wie an der Lendenwirbelsäule. Das heißt: bei neurologischen Ausfällen sollte dringend operiert werden. Teilweise muss diese Entscheidung allerdings etwas großzügiger gefällt werden, um einen drohenden Rückenmarksschaden abwenden zu können.

Der operative Zugang zur Halswirbelsäule erfolgt in der Regel von vorn, womit die Nackenmuskulatur geschont wird. Nach vollständiger Entfernung der Bandscheibe und Freilegung der Nerven und des Rückenmarks wird dann meist ein kleiner Kunststoffkäfig (Cage) in das Bandscheibenfach implantiert. Bei einigen ausgewählten Patienten kommt hingegen auch die Implantation einer Bandscheibenprothese in Betracht.

 

Zertifizierte Qualität im Marienhospital Erwitte

Sollten wir gemeinsam zu dem Entschluss kommen, dass bei Ihnen eine Operation erfolgen soll, haben Sie natürlich die freie Wahl zwischen den Krankenhäusern, die solche Operationen anbieten. Wenn Sie von mir selbst operiert werden möchten, werde ich für Sie einen Aufnahmetermin in der Abteilung für Orthopädie am Marien-Hospital Erwitte organisieren.

Die orthopädische Klinik am Marienhospital Erwitte ist dieses Jahr durch die Deutsche Wirbelsäulengesellschaft als Wirbelsäuleneinrichtung für die Behandlung von Erkrankungen der Wirbelsäule zertifiziert worden. Im vergangenen Jahrzehnt hat sich die Deutsche Wirbelsäulengesellschaft (DWG, ein Zusammenschluss von Neurochirurgen, Orthopäden und Unfallchirurgen) zum Ziel gesetzt, die Qualität der operativen Versorgung der Wirbelsäule in Deutschland zu verbessern. Um dies zu erreichen, wurden einerseits persönliche Zertifikate eingeführt, die einem Wirbelsäulenchirurgen eine gute Weiterbildung und Erfahrung auf diesem Spezialgebiet bestätigen. Andererseits wurden auch Einrichtungs-Zertifikate geschaffen, um die Qualität der Krankenhäuser entsprechend hervorheben zu können. Der Zertifizierungs-Prozess in einer Klinik beinhaltet die Prüfung verschiedener Qualitätsmerkmale (z. B. in der Organisation der Abläufe, der Qualifikationen der Operateure und auch der Kooperation der Ärzte und verschiedenen Abteilungen untereinander).

In der orthopädischen Klinik am Marienhospital Erwitte ist der Schwerpunkt "Wirbelsäulenchirurgie" bereits seit über 10 Jahren etabliert. In Zusammenarbeit zwischen Neurochirurgen und Orthopäden werden kleine und große Operationen, so auch besonders schwierige Revisionseingriffe (nach bereits vorausgegangenen OPs) an der Wirbelsäule in großer Zahl und in guter Qualität durchgeführt (pro Jahr ca. 300 Operationen an der Wirbelsäule).

Die Klinik hat nun in diesem Jahr die Zertifizierung der Deutschen Wirbelsäulengesellschaft erfolgreich absolviert. Im Rahmen dieser Zertfiizierung wurden sowohl die Qualität der Behandlung als auch die Qualität der Organisationsabläufe in der Klinik positiv beurteilt.

Alle drei Lieter der Wirbelsäulen-Einrichtung (neben mir auch Dr. M. Kanevski und Dr. J. Lang) sind neben ihrer klinischen Tätigkeit auch als niedergelassene Ärzte tätig. Die exzellente Koordination der ambulanten und stationären Behandlung sowie die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Neurochirurgen und Orthopäden sind herausragende Merkmale der Patientenversorgung im Marienhospital Erwitte.

Dr. med. Peter Vomhof

Königsau 7
59555 Lippstadt
Telefon: 02941 92 40 900
Fax: 02941 92 40 909
E-Mail: praxis(at)nch-lp.de

Sprechzeiten

Montag8:00 bis 13:00 Uhr Ι 14:30 bis 17:00 Uhr
Dienstag8:00 bis 13:00 Uhr Ι 14:30 bis 18:00 Uhr
Mittwochnach Vereinbarung
Donnerstag  8:00 bis 13:00 Uhr Ι 14:30 bis 17:00 Uhr
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 "Offene Sprechstunde":
 täglich  nach telefonischer Voranmeldung bis 8:30 Uhr!

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