Bandscheibenvorfall

Die Bandscheiben liegen zwischen den Wirbelkörpern und bestehen aus einem äußeren Faserring und einem inneren, elastischen Kern. Durch Alterungsprozesse, Über- und Fehlbeanspruchung können Risse im äußeren Faserring entstehen, so dass Teile des Kerns aus der Bandscheibe herausgedrückt werden können. Dieser sogenannte Bandscheibenvorfall kann dann unter Umständen auf eine in der Nähe verlaufende Nervenwurzel drücken.

Bandscheibenvorfälle treten am häufigsten in den beiden untersten Segmenten der Lendenwirbelsäule (LWK 4 bis SWK 1) auf. Die hier austretenden Nervenwurzeln bilden auf jeder Seite zusammen den großen Ischiasnerv, der auf der Rückseite der Beine bis zu den Füssen verläuft. Drückt nun ein Bandscheibenvorfall auf eine der beteiligten Nervenwurzeln, kommt es zunächst zu Schmerzen im Verlauf des Ischias (also im Bein). Später können auch Gefühlsstörungen (Taubheit und Kribbeln) und Lähmungen (Kraftverlust), z. B. der Füße, auftreten. Im schlimmsten Fall kommt es zur plötzlichen Entwicklung einer Urin- und/oder Stuhlinkontinenz. Isolierte Rückenschmerzen hingegen sind selten das Hauptsymptom eines Bandscheibenvorfalls.


Besonderheiten an der Halswirbelsäule

Ein Bandscheibenvorfall im Bereich der Halswirbelsäule geht in der Regel mit einer Schmerzausstrahlung in die Arme einher. Auch hier kann es zu Gefühlsstörungen und Lähmungen kommen. Große Bandscheibenvorfäll können aber auch direkt auf das Rückenmark drücken und damit folgende Symptome auslösen:

  • Kribbeln in den Fingern, Händen und Füssen
  • Feinmotorikstörungen/Ungeschicklichkeit der Finger und Hände
  • Gangunsicherheit (v.a. in Dunkelheit)

     


Therapie

Solange der Patient keine schwerwiegenden, neurologischen Ausfälle (Lähmungen, Inkontinenz) hat, kann man zunächst abwarten, ob der Körper in der Lage ist, den Bandscheibenvorfall „von allein“ zu beheben. Solange dabei noch Schmerzen bestehen, kann man versuchen, diese mit Schmerzmitteln zu dämpfen. Sollte dies über ca. sechs Wochen nicht gelingen, ist es gerechtfertigt, über eine Operation zu sprechen. Ein Bandscheibenvorfall, der plötzlich Lähmungen oder schlimmstenfalls sogar eine Inkontinenz verursacht, muss hingegen schnell (u. U. noch am selben Tag) operiert werden. Nur so besteht eine Chance, dass die neurologischen Ausfälle sich schnell und vollständig zurückbilden können.


Sollten Sie unter o. g. Beschwerden bzw. einem bereits diagnostizierten Bandscheibenvorfall leiden, können Sie sich gern in meiner Praxis vorstellen, damit wir gemeinsam die für Sie beste Therapie planen und durchführen können. Auch, wenn Sie eine „zweite Meinung“ hören möchten, sind Sie herzlich willkommen. 

Dr. med. Peter Vomhof

Königsau 7
59555 Lippstadt
Telefon: 02941 92 40 900
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Sprechzeiten

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